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Motor- & Getriebeschaden

Auto mit Motorschaden oder Getriebeschaden verkaufen

Ein kapitaler Motorschaden fühlt sich an wie ein Totalverlust. Ist er aber selten. Ich erkläre, was Ihr Auto trotz Defekt noch wert ist und wann sich Reparieren nicht mehr lohnt.

8 Min. Lesezeit

Ein Motorschaden macht das Auto nicht wertlos

Fast jede Woche steht bei uns jemand mit einem Auto, das nicht mehr richtig anspringt oder das beim Anfahren nur noch rasselt. Und fast jedes Mal fällt derselbe Satz: „Das ist doch nur noch Schrott." Stimmt aber selten. Ein Auto ist kein einziges Teil, sondern ein paar tausend Teile. Wenn der Motor hinüber ist, heißt das nicht, dass die Karosserie, das Getriebe, der Innenraum, die Elektronik, die Räder oder der Katalysator hinüber sind. Genau die haben einen Markt. Dazu kommt: Ein professioneller Aufkäufer rechnet anders als ein Privatmensch. Wir haben eine eigene Werkstatt-Logistik, Zugang zu günstigen Austauschteilen und Abnehmer im In- und Ausland. Deshalb können wir für ein Auto mit kapitalem Motor- oder Getriebeschaden fast immer mehr zahlen als den reinen Schrottpreis.

Wofür ein defektes Auto noch gebraucht wird

Warum ist ein defektes Auto für uns überhaupt etwas wert? Es gibt im Wesentlichen drei Wege, und meistens entscheidet sich erst nach der Begutachtung, welcher es wird. - Teilespender: Türen, Sitze, Steuergeräte, Getriebe, Achsen, Scheinwerfer — gut erhaltene Gebrauchtteile sind gefragt und werden einzeln weiterverkauft. - Reparatur mit Augenmaß: Wir bekommen Austauschmotoren und -getriebe deutlich günstiger als ein Privatkunde und setzen das Auto in der eigenen Werkstatt instand. Danach ist es wieder ein normaler Gebrauchtwagen. - Export: In manchen Ländern ist die Reparatur so viel billiger, dass sich der Transport lohnt. Ein Fahrzeug, das hier als Totalschaden gilt, fährt anderswo weiter. Welcher Weg der richtige ist, hängt von Marke, Alter, Modell und Art des Schadens ab. Für Sie als Verkäufer ändert das nichts: Sie bekommen einen Preis, der über dem Schrottwert liegt.

Typische Schäden, die ich fast jede Woche sehe

Damit Sie mitreden können, hier die Defekte, die bei uns am häufigsten auf dem Hof stehen — bewusst in einfacher Sprache: - Zahnriemenriss: Reißt der Zahnriemen, schlagen bei den meisten Motoren die Ventile auf die Kolben. Der Motor ist dann in Sekunden schwer beschädigt. Klassiker bei überzogenem Wechselintervall. - Steuerkette gelängt oder übergesprungen: Das kündigt sich oft durch Rasseln beim Kaltstart an. Bei einigen bekannten Motorserien ist das fast schon eingebaut. - Turboladerschaden: Blauer Rauch, hoher Ölverbrauch, Leistung weg. Der Turbo allein ist teuer, oft kommen Folgeschäden dazu. - Kupplung oder Mechatronik beim Automatik- und DSG-Getriebe: Ruckeln, Schläge beim Schalten, Notlauf. Die Mechatronik ist eines der teuersten Einzelteile. - Ölmangel und Kolbenfresser: Zu wenig oder kein Öl, der Motor frisst sich fest. Das ist in der Regel ein kapitaler Schaden. Welcher davon vorliegt, sagt schon viel über den Restwert. Aber selbst beim schlimmsten Fall gilt: wertlos ist das Auto damit nicht.

Reparieren oder verkaufen: die ehrliche Rechnung

Die ehrlichste Frage ist meistens: reparieren oder verkaufen? Rechnen wir es einmal durch. Ein gebrauchter Austauschmotor kostet grob 2.500 bis 4.000 Euro, ein generalüberholter oder neuer eher 4.500 bis 8.000 Euro. Dazu kommt der Einbau: Aus- und Einbau dauern schnell 10 bis 20 Arbeitsstunden, das sind noch einmal etwa 1.200 bis 2.800 Euro. Unterm Strich landen Sie für einen Motortausch realistisch bei 3.500 bis 7.000 Euro und mehr — je nach Modell auch deutlich darüber. Die Faustregel ist einfach: Kostet die Reparatur mehr, als das reparierte Auto anschließend wert wäre, ist es ein wirtschaftlicher Totalschaden. Dann verkaufen. Bei einem zwölf Jahre alten Diesel mit 240.000 Kilometern lohnt sich ein neuer Motor fast nie. Bei einem vier Jahre alten Fahrzeug mit gepflegtem Rest sieht die Rechnung oft anders aus. Alter, Laufleistung und Restwert entscheiden — nicht das Bauchgefühl.

Getriebeschaden ist nicht gleich Getriebeschaden

Beim Getriebe wird oft zu schnell „Totalschaden" gerufen. Dabei ist Getriebeschaden nicht gleich Getriebeschaden. Bei einem Automatik- oder DSG-Getriebe ist häufig nur die Mechatronik oder die Kupplung defekt, und die liegt je nach Fahrzeug bei etwa 1.500 bis 4.000 Euro. Manchmal ist es sogar nur ein Sensor oder ein überfälliger Ölwechsel. Ein komplettes Austauschgetriebe gibt es ab rund 2.000 Euro, ein fabrikneues Automatikgetriebe kann dagegen bis zu 10.000 Euro kosten. Deshalb steht am Anfang immer die Diagnose. Aber auch hier gilt: Selbst mit einem kapitalen Getriebeschaden ist das Auto nicht wertlos — die Karosserie und der intakte Motor sind bares Geld.

Das Auto steht und springt nicht an — wir holen es ab

Der häufigste Satz am Telefon ist: „Das Auto fährt aber nicht mehr." Kein Problem. Wir holen nicht fahrbereite Fahrzeuge mit dem Anhänger ab, im Umkreis unserer Standorte ist die Abholung kostenlos. Eine gültige technische Prüfung brauchen Sie für den Verkauf an uns nicht — auch ein Auto, das den Contrôle Technique oder den TÜV nie wieder bestehen würde, kaufen wir an. Am einfachsten ist es, wenn Sie vorab ein paar Fotos schicken und beschreiben, was passiert ist: Ist der Motor komplett aus, rasselt es, leuchtet eine Warnung, wurde der Fehlerspeicher schon ausgelesen? Anhand dieser Angaben nennen wir Ihnen einen Preis, bevor wir überhaupt losfahren. Auf Formular-Anfragen antworten wir in der Regel binnen 24 Stunden, und die Bezahlung läuft per SEPA-Überweisung meist am selben Werktag.

Der Papierkram über die Grenze: Luxemburg, Deutschland, Frankreich

Beim Papierkram macht es einen Unterschied, wo das Auto zugelassen ist. Wir kümmern uns darum, aber gut zu wissen, was dahintersteckt. - Luxemburg: Der Verkauf beziehungsweise die Abmeldung muss der SNCA innerhalb von fünf Werktagen gemeldet werden. Nötig sind das Formular „Déclaration de mise hors circulation", Teil 1 (grau) und Teil 2 (gelb) der Zulassungsbescheinigung, Ihr Ausweis und ein Kaufvertrag. Als zugelassener Händler übernehmen wir die Abmeldung. - Deutschland: Das Fahrzeug wird bei der Zulassungsstelle abgemeldet, dazu gehören Zulassungsbescheinigung Teil I und II und die Kennzeichen. Wir bereiten die Unterlagen vor. - Frankreich: Die déclaration de cession läuft über das ANTS-Portal und muss innerhalb von 15 Tagen erfolgen. Verkaufen Sie an einen eingetragenen Profi, meldet dieser den Ankauf im System (SIV), und Sie haben in der Regel selbst nichts weiter zu tun. Ein certificat de situation administrative sollte weniger als 15 Tage alt sein. Dass ein Auto nicht mehr fährt, ändert an diesen Formalitäten übrigens nichts — die Papiere sind dieselben.

Vorsicht bei Telefon-Aufkäufern und Vorkasse-Tricks

Ein Wort zur Vorsicht, weil sich rund um defekte Autos leider einige unseriöse Leute tummeln. Erstens die Telefon-Aufkäufer: Da nennt Ihnen jemand ungefragt einen Fantasiepreis („4.000 für Ihren BMW mit Motorschaden, wir sind morgen da"), und vor Ort wird der Preis dann drastisch gedrückt — oder das Auto steht schon halb auf dem Hänger und Sie stehen unter Druck. Ein seriöser Aufkäufer nennt einen Preis nach Fotos und Diagnose, nicht ins Blaue am Telefon. Zweitens der Vorkasse-Trick beim Privatverkauf: Ein angeblicher Käufer aus dem Ausland will das defekte Auto ungesehen kaufen, schickt eine gefälschte Überweisungsbestätigung oder verlangt, dass Sie für eine „Transportfirma" in Vorleistung gehen. Regel: kein Geld im Voraus, kein Vertrag ohne festen Preis, und Zahlung nur über eine nachvollziehbare Überweisung. Wer Ihnen ohne einen Blick aufs Auto das Blaue vom Himmel verspricht, will meistens etwas anderes als fair kaufen.

Mein Rat, wenn der Motor oder das Getriebe hin ist

Mein Rat ist schlicht: Verscherbeln Sie ein Auto mit Motor- oder Getriebeschaden nicht in Panik unter Wert. Der Defekt ist ärgerlich, aber das Fahrzeug hat einen realen, oft überraschend soliden Restwert. Machen Sie ein paar Fotos, lassen Sie wenn möglich den Fehlerspeicher auslesen, füllen Sie das Formular aus und warten Sie das Angebot ab. Das kostet nichts und verpflichtet zu nichts — und Sie wissen danach, was Ihr Auto trotz Schaden wirklich wert ist.

Häufige Fragen

Lohnt sich die Reparatur eines Motorschadens noch?

Das hängt vor allem von Alter, Laufleistung und Restwert ab. Kostet die Reparatur mehr, als das reparierte Auto anschließend wert wäre, ist es ein wirtschaftlicher Totalschaden — dann lohnt der Verkauf. Bei einem gebrauchten Austauschmotor liegen Sie inklusive Einbau grob bei 3.500 bis 7.000 Euro.

Wie viel ist ein Auto mit Motorschaden noch wert?

Das lässt sich pauschal nicht sagen, weil Marke, Baujahr, Modell und Art des Schadens den Ausschlag geben. Von einigen hundert Euro bei alten Kleinwagen bis zu mehreren tausend Euro bei jüngeren oder hochwertigen Fahrzeugen ist alles möglich. Nach ein paar Fotos nennen wir Ihnen eine konkrete Zahl.

Holt ihr ein nicht fahrbereites Auto ab?

Ja. Wir kommen mit dem Anhänger, im Umkreis unserer Standorte in Roost und Bertrange ist die Abholung kostenlos. Sie müssen das Auto nicht anschieben oder abschleppen lassen.

Brauche ich für den Verkauf einen gültigen Contrôle Technique oder TÜV?

Nein. Für den Verkauf an uns brauchen Sie keine gültige technische Prüfung. Wir kaufen auch Fahrzeuge an, die keine Prüfung mehr bestehen würden.

Wie schnell bekomme ich mein Geld?

Die Bezahlung läuft per SEPA-Überweisung, in der Regel am selben Werktag. Auf Ihre Formular-Anfrage antworten wir meist innerhalb von 24 Stunden.

Motorschaden oder Getriebeschaden? Wir machen Ihnen ein Angebot.

Fotos hochladen oder das Fehlerbild beschreiben, in der Regel Antwort binnen 24 Stunden. Kostenlose Abholung nicht fahrbereiter Wagen, Bezahlung meist am selben Werktag.

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